HR Allgemein

Markus Matt – I’ll be back!

Dieses Zitat aus einem berühmten Blockbuster kennen viele von uns – und jetzt trifft es auf einen Menschen zu, der viele Jahre die HR-Szene geprägt hat und ihr am 1. Januar den Rücken zugekehrt hatte. Ich durfte im Dezember mit Markus Matt über seinen Weggang und sein Vorhaben, in eine komplett andere Branche zu wechseln, sprechen. Doch schon nach ein paar Monaten kehrt er nun zurück. Über die Hintergründe sprechen wir in diesem Interview.

Markus, für viele war deine Entscheidung, die HR-Szene zu verlassen, sehr überraschend. Erzähle doch nochmal in ein paar kurzen Sätzen, warum du den Ausstieg ursprünglich geplant hast.

Ich wollte schlicht einmal etwas komplett anderes machen. Kern meines Wirkens in der HR-Szene waren immer die Menschen und so dachte ich mir, im sozialen Bereich könnte es mir auch gut gefallen. Also wechselte ich zu einer NGO und verschrieb mich dem Engagement gegen Altersarmut in Deutschland. Ich brauchte eine gewisse Überflughöhe über meine bisherige Laufbahn im HR-Bereich, um von oben besser zu erkennen, was ich eigentlich all die Jahre getan habe. Ich war immer mitten im Geschehen, da fehlte mir irgendwann der Weitblick. Und Abstand gewinnst Du entweder im Flugzeug – oder Du probierst etwas Neues.

Wie erlebtest du den Einstieg in so eine andere Welt und was war für die der größte Unterschied zur HR-Szene?

In meiner HR-Welt kannte ich mich bestens aus, dort fühlte ich mich zuhause. Das war mit einem Mal vorbei. Ich war gewissermaßen wieder Azubi, eine in meinem Alter sehr spannende Erfahrung. Ich lernte in kurzer Zeit viele sozial engagierte Menschen kennen, das hat mich immer wieder berührt. Doch konnte ich nicht wie gewohnt gestalten, ganz im Gegenteil. Das nahm mir schnell jene kreative Freiheit, die ich brauche, um mit Freude richtig gute Dinge zu tun.

Nun kehrst du nach drei Monaten zurück – hast du uns so vermisst oder war das Sozialwesen doch nicht „deine“ Branche?

Ich war an der falschen Stelle, das wurde mir schnell deutlich. Ich fühlte mich insbesondere nicht ausgelastet. Und nach Feierabend liefen bei mir bald wieder die Drähte heiß, ebenso am Wochenende. Da tauchte ich in meine HR-Welt ein, sprach mit vielen Menschen, las viel und dachte noch mehr nach. Ein wenig Abstand von „Zuhause“ kann viel bewirken. Ich habe meine Wanderjahre im Schnelldurchlauf absolviert.

Was nimmst du aus dem Sozialwesen mit in die HR-Welt?

Es geht immer nur um Menschen, überall. Wer das begreift, wer Menschen achtet und liebt, der wird Freude und Erfolg haben. Das ist im sozialen Bereich nicht anders als in unserer gemeinsamen HR-Welt. In diesem Zusammenhang möchte ich – und das ist mir wichtig – meine herzvollen ehemaligen Kolleginnen (es sind tatsächlich nur Frauen) von der LichtBlick Seniorenhilfe e.V. hochleben lassen. Es war mir eine Ehre, in diesem Bereich hospitiert zu haben. Dieser Verein setzt sich auf großartige Weise für alte Menschen in materieller und oft auch seelischer Not ein. Das ist unbezahlbar.

Jetzt geht es zurück und ich bin mir sicher, du hast schon einen ganzen Rucksack voller Ideen, was du künftig machen willst. Was hast du denn jetzt genau vor? Geht es wieder in das Verlagswesen oder steuerst du neue Ziele an?

Du kennst mich – ich habe in unserer Branche schon an vielen Stellen und in den unterschiedlichsten Positionen gearbeitet. Ich kenne HR und speziell auch den Bereich der Payroll verschiedenen Perspektiven, vom Sachbearbeiter über den Entwickler, den Fachreferenten und Berater bis zum Fachjournalisten war alles dabei. Ich habe große Erfahrung, viele Ideen und ein quicklebendiges Netzwerk, das ich sehr liebe. Und ich habe große Lust, mit motivierten Menschen und spannenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. „Matt macht’s“, so könnte man das formulieren. Und genauso heißt nun auch mein Unternehmen. Schau mal auf meine Webseite: markus-matt.de. Da erfährst Du mehr.

Ich bin auch schon mitten im Geschehen. Es fühlt sich noch besser an als früher. Nach meinem Exkurs in den sozialen Bereich weiß ich nämlich nun genau, dass es für mich nichts anderes geben kann als HR und Payroll. Das ist nicht mein Beruf, es ist meine Berufung. Ich bin hier umgeben von Menschen, die ich schätze und mag. Vieles ist im Wandel, gerade jetzt. Und ich darf dabei sein. Was gibt es Schöneres?

Markus, vielen Dank für das Interview – ich freue mich, dass du wieder „zurück“ bist und wünsche dir viel Erfolg!

Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert. Weiterhin beschäftige ich mich mit der Effizienz in modernen Personalabteilungen.

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