7 Fragen – das Update mit Martin Müller von PulseShift

Vor drei Jahren habe ich unter dem Titel „7 Fragen an…“ eine Interviewreihe mit unterschiedlichsten StartUp’s gestartet, diesem Beispiel sind ja mittlerweile einige Blogger-Kollegen gefolgt. Jetzt ist es an der Zeit mal nachzufragen, wie es den StartUp’s in der Zwischenzeit ergangen ist und was es nach einigen Monaten Neues gibt. Im September 2016 habe ich mit Martin Müller von PulseShift gesprochen – hier das Update:

Doch als erstes: Wie geht es dir und deinem StartUp PulseShift?

Uns geht es ausgezeichnet, danke der Nachfrage! Gerade habe wir haben wir mehrere größere Projekten aus der ersten Jahreshälfte abgeschlossen. Für uns sind das natürlich ganz besondere Momente, wenn man nach langer Anstrengung die Früchte der eigenen Arbeit bestaunen kann. Nun arbeiten wir mit Hochdruck an der Skalierung unseres Angebots in den breiten Markt hinein. Uns wird also nicht langweilig 😉

Hat sich in den ursprünglichen Zielen etwas verändert?

Grundsätzlich nicht: PulseShift ist weiterhin auf bestem Weg zum Marktführer zur Steuerung von Transformationsprojekten im 21. Jahrhundert.

Natürlich bekommen wir durch die intensive Zusammenarbeit in den Projekten mit unseren Kunden und Partnern täglich neue Einblicke und Ideen in welche Richtung wir uns noch weiterentwickeln können. Wir leben getreu dem Motto sowohl unsere Produkte als auch unser Unternehmen als unfertige Rohdiamanten zu behandeln, die immer weiter geschliffen werden. So haben wir einerseits unser bestehendes Angebot zur hochauflösenden Transformations-Messung erweitert. Andererseits haben wir auch ganz neue, innovative Kanäle zur zielgruppengerechten Kommunikation mit den involvierten Mitarbeitern geschaffen.

Wie erlebst du derzeit den Markt? Gibt es neue Herausforderungen, die du erlebst?

Auch wenn man dabei aus unserer Sicht nicht mehr wirklich von „neu“ sprechen kann, so ist doch die Digitalisierung – aktuell bspw. akut durch die DSGVO – immer noch ein großes Thema.

Was wir konkret im Kontext von Transformationsprojekten immer wieder gemerkt haben: Unserer Kunden brauchen Lösungen und Antworten auf ihre konkreten Probleme und Fragen. Wir haben daher unser Angebot dahingehend ausgebaut, dass wir vielmehr ganzheitliche Beratungspakete anstelle der eigentlichen Werkzeuge und Technologien anbieten. Insbesondere bei größeren Projekten arbeiten wir bereits mit spezialisierten, namenhaften Beratungen zusammen, um dem Kunden den größtmöglichen Mehrwert zu bieten.

 

Wir haben uns im ersten Interview über die angebliche Technikfeindlichkeit der Personaler unterhalten. Gibt es hier in der letzten Zeit Veränderungen?

Wie gesagt erleben wir die Personaler, mit denen wir in Kontakt sind nicht als technikfeindlich. Im Gegenteil: gerade der Trend in der HR Tech Branche von Prozessautomation zu Engagement- oder sogar Produktivitätstreibern bringt Personaler in eine verstärkt strategische Rolle. Deutlich zu spüren ist allerdings eine gewisse Zurückhaltung, was nach meiner Auffassung auch auf den traditionellen Compliance-Fokus zurückzuführen ist. Da ist es häufig unsere Aufgabe darzulegen, dass es auch Themen gibt, wo mit mehr Speed gefahren werden kann – ohne in Teufelsküche zu landen.

Als PulseShift paketieren wir deshalb diverse Anwendungsszenarien zu einsatzbereiten Lösungen, damit Kunden bei Bedarf sehr schnell starten können – manchmal ist eben einfach nicht mehr Zeit.

Beispielsweise haben bei einem unserer Kunden kurze Vorher-Nachher-Stimmungsmessungen während einer dreitägigen Führungskräfteklausur durchgeführt. Das komplette Setup war innerhalb weniger Tage abgestimmt. Die Manager konnten einfach mit ihrem privaten Telefon einen QR-Code scannen und waren sofort eingebunden. Neben unserem interaktiven Live-Dashboard haben wir die Ergebnisse gleich noch gemeinsam mit dem Vorstand auf der Bühne analysiert. Für viele der versammelten Führungskräfte ein augenöffnender Moment bisher nie dagewesener Transparenz der eigenen Unternehmenskultur!

Die Digitalisierung ist in aller Munde und mit deinem StartUp trägst du ja auch einen gewissen Teil dazu bei. Wie hat sich die Digitalisierung in der letzten Zeit auf dein Business-Modell ausgewirkt?

Nun, bei PulseShift leben und arbeiten wir komplett digital. Das ist quasi der Kern unserer DNA. Insofern war auch unser Geschäftsmodell als Startup von Anfang an entsprechend ausgerichtet und hat sich dahingehend kaum gewandelt.

Und zum Schluss wieder die Frage – wohin geht es mit deinem StartUp in den nächsten Jahren, was sind deine Ziele?

Wir wollen ganz klar neben dem deutschen Markt auch international erfolgreich sein denn dort sind unsere Kunden ja heute schon tätig. Gleichzeitig haben wir bereits damit begonnen unsere Angebote so einfach zu gestalten, dass diese etwa für Mittelständler attraktiv sind. Dort sehen wir die gleichen Herausforderungen wie in der Konzernwelt auch: Wer sich heutzutage nicht schnell genug wandelt, der wird morgen um das nackte Überleben kämpfen müssen. Mit PulseShift wollen wir allen Unternehmen dabei helfen sich selbst neu zu erfinden.

 

Vielen Dank für das Interview!!!

Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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