7 Fragen – das Update mit Lukas Schöngut von Crewmeister

Vor drei Jahren habe ich unter dem Titel „7 Fragen an…“ eine Interviewreihe mit unterschiedlichsten StartUp’s gestartet, diesem Beispiel sind ja mittlerweile einige Blogger-Kollegen gefolgt. Jetzt ist es an der Zeit mal nachzufragen, wie es den StartUp’s in der Zwischenzeit ergangen ist und was es nach einigen Monaten Neues gibt. Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, seit ich mit Lukas Schöngut von Crewmeister gesprochen habe – hier das Update:

Doch als erstes: Wie geht es dir und deinem StartUp?

Mir geht es sehr gut. Ich konnte alte Herausforderungen meistern und stehe immer noch jeden Morgen sehr gerne auf. Crewmeister hat sich in den letzten 24 Monaten toll entwickelt. Wir haben einige große Meilensteine erfolgreich passiert. Das war nicht immer leicht und wir hatten an einigen Stellen natürlich zu kämpfen. Jedoch haben wir vor allem in den letzten 12 Monaten große Schritte vorwärts gemacht. Wir konnten unser Team erfolgreich mit richtig guten Kollegen vergrößern, haben sowohl produktseitig als auch businessseitig riesige Fortschritte gemacht und wachsen so schnell wie noch nie.

Hat sich in den ursprünglichen Zielen etwas verändert?

Das Problem das wir bei unseren Kunden lösen als auch unsere Zielgruppe haben sich in den letzten 2 Jahren kaum verändert.

Im Gegenteil wir wurden noch stärker auf unserem Weg und in unserer Vision bestätigt, den kleinen Betrieben traditionellerer Branchen wie dem Handwerk bei der Digitalisierung grundlegender Probleme zu helfen. Ganz konkret machen lösen wir aktuell über unsere Zeiterfassung bei unseren Kunden das Chaos mit Stundenzetteln die aufwändige Überstundenberechnung oder das Thema Arbeitszeitbetrug.

Wie erlebst du derzeit den Markt? Gibt es neue Herausforderungen, die du erlebst?

In der Tat spüren wir mehrere Dynamiken. Auf der Anbieterseite von HR-Software für kleine Unternehmen konsolidieren sich die Lösungen und Anbieter die von vornherein eine klare Strategie verfolgt und sich Stück für Stück aber stetig professionalisieren setzen sich ab.

Wir halten z.B. seit Anfang radikal an unserer Strategie fest, die Einstiegshürden so niedrig wie möglich zu halten: Geringe Kosten, Intuitive Bedienung, schnelle Ergebnisse und Erfolgserlebnisse sind einige positive Folgen dieser Strategie für unsere Kunden. Das zahlt sich nun aus.

 

Im Gegenzug spüren wir einen klaren Anstieg bei der Nachfrage nach einer Digitalisierung von Personalprozessen in Kleinunternehmen aber auch Kleinstunternehmen mit nur 1-2 Mitarbeiter.  Wir sind im DACH-Raum zwar noch weit davon entfernt, dass es in jedem Unternehmen jeder Größenordnung zum absoluten Standard wird, den verwaltungsintensiven Teil der Personalprozesse zu digitalisieren, jedoch sind die Betriebe die hier in den letzten Jahren vorangegangen sind bei weitem keine Exoten mehr.

Als eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sehe ich den breiten Spagat der Anforderungen der kleinen Unternehmen an Personalsoftware:
Die einen haben in der Vergangenheit erfolgreich Software wie unsere Zeiterfassung eingeführt und wollen nun mehr. Gleichzeitig kommt ein großer Teil der Betriebe aus der digitalen Steinzeit und kann nicht mit komplexer Funktionsvielfalt und hohen Kosten überfordert werden. Hier sehe ich uns mit den Themen die wir produktseitig für die nächsten Jahre geplant haben jedoch gut aufgestellt.

Wir haben uns im ersten Interview über die angebliche Technikfeindlichkeit der Personaler unterhalten. Gibt es hier in der letzten Zeit Veränderungen?

Da wir ja mit Absicht auch auf Betriebe in Branchen zugehen in denen ein vergleichsweise sehr hohes Maß an Skepsis gegenüber Digitalisierung und modernen Technologies existiert, gehört diese immer noch zu unserem ständigen Begleiter im Arbeitsalltag.

Die Digitalisierung ist in aller Munde und mit deinem StartUp trägst du ja auch einen gewissen Teil dazu bei. Wie hat sich die Digitalisierung in der letzten Zeit auf dein Business-Modell ausgewirkt?

Ein wichtiger Teil unserer Strategie beinhaltet dass wir als Hardware ausschließlich auf Smartphones, Tablets und PCs setzen. Spezialhardware wie zum Beispiel teure, wartungsintensive Fingerprintterminals zur Zeiterfassung sehen wir für kleine Betriebe als sinnlos an.

Hier hilft uns der stark gestiegene Verbreitungsgrad von Smartphones bei Mitarbeitern aller Altersklassen genauso wie die verbesserte Qualität der Geräte. Unsere Standorterfassung ist so noch zuverlässiger. Dies erleichtert unseren Kunden den Schritt zu unserer Software erheblich.

Und zum Schluss wieder die Frage – wohin geht es mit deinem StartUp in den nächsten Jahren, was sind deine Ziele?

Als zentrales Tool zur Digitalisierung der Arbeitswelt, unterstützt Crewmeister kleine Unternehmen dabei konkurrenzfähig neben den Großen ihrer Branche erfolgreich zu bestehen.

Lukas, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, HR-StartUp und verschlagwortet mit , , von Thomas Eggert. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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