7 Fragen an Nora Heer von loopline systems

7 Fragen an …

… damit stelle ich seit 2016 unterschiedlichste StartUps aus der HR-Branche vor und immer wieder gibt es Player am Markt, die sich meinen Fragen stellen.

Heute stellt sich Nora Heer von Loopline Systems meinen 7 Fragen, hier das Interview:

Wer ist Loopline Systems und was machst Du da?

Ich bin Nora Heer und ich bin Gründerin und CEO des Start-ups Loopline Systems.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Ein Unternehmen zu gründen, hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, als ich mich als engagierte Head of Human Resources auf die Suche nach einem geeigneten Tool für Performance-Management und Mitarbeiter-Feedback machte. Schnell war mir klar – der Markt gibt nichts Passendes her. Mittlerweile haben wir mit unserem Produkt schon einige Transformationen durch – und entwickeln uns vom reinen HR-Tool hin zu einem Tool, welches u.a. die Bereiche Unternehmensführung, Change-Management und M&A begleitet.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegenwirken?

Ich erlebe bei Personalern die ganze Bandbreite und kann nicht bestätigen, dass alle Personaler wenig innovativ sind und keine Affinität zu Technik haben. Klar ist, dass im Bereich Human Resources grundsätzlich noch viel digitales Aufholpotential vorhanden ist.

Wir bieten unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen an und holen sie da ab, wo sie in der Entwicklung stehen. Mit unserer Akademie unterstützen wir die Kunden professionell mit Beratung und Trainings. So garantieren wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden, dass die Einführung unseres Tools reibungslos läuft und, dass es von Anfang an gerne und gut genutzt wird.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Wie bei vielen Software-as-a-Service-Unternehmen ist der Weg zum perfekten „Product-Market-Fit“ oft beschwerlich. Wir haben vieles ausprobiert. Unsere Entscheidungen waren meist aus dem Bauch heraus und mussten sich sehr schnell beweisen. Der Markt ist da gnadenlos.

Es gab Momente – wie wahrscheinlich bei jedem Gründer – wo ich dachte: Okay, macht dies überhaupt Sinn? Aber weiterzumachen, nicht aufzugeben und nach dem Hinfallen wieder aufzustehen, ist gerade in dieser Phase wichtig. Nicht nur unser Produkt hat sich über die Zeit zur Marktreife entwickelt. Auch ich habe viel gelernt und bin meinen Weg gegangen. Heute verstehe ich haarscharf, was den Mittelstand umtreibt: Wie kann ich meine Organisation besser steuern und sie gleichzeitig agiler und schlanker gestalten?

 

 

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Nach vier Jahren am Markt sind wir aus den Startup-Schuhen rausgewachsen. Wir haben bereits Kunden in 11 verschiedenen Ländern und wir haben unser Expertenwissen und unsere Prozesse konsequent professionalisiert. Wir bauen unsere Kundschaft – vor allem im Mittelstand – immer weiter aus.

Sehr motivierend für uns ist, wenn wir sehen, dass unser Produkt die Feedbackkultur positiv verändert. Im Rahmen unserer letzten Kundenbefragung haben 80% der Kunden angegeben, dass die Mitarbeiter durch den Einsatz von Loopline nachweislich häufiger und regelmäßiger ihre Ziele erreichen.

Wir sind zwar reifer geworden, sind aber immer noch eine eingeschworene Truppe, die an Ihre Vision glaubt: Die Transformation der Arbeitswelt nutzen, um Mitarbeitern weltweit eine Stimme zu geben, die es Geschäftsführern erlaubt, besser und effizienter Unternehmen zu bauen und zu führen.

Erfolge feiern wir gemeinsam und regelmäßig bei unseren Allhands-Meetings und Team-Events.

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

Ich erlebe immer wieder, dass Personaler ihre Rolle sehr administrativ und prozessorientiert definieren. Eine gut funktionierende HR-Abteilung muss die Administration natürlich im Griff haben, aber viel wichtiger scheint mir, dass Personaler verstehen, wie die Leute denken und wie der Laden tickt.

Unser Tool macht Mitarbeiterbefragungen und Feedback einfach. Sowohl mobil, als auch am Arbeitsplatz können Mitarbeiter mit einem „Klick“ oder „Wisch“ einfach und schnell ihre Stimme und Meinung zu bestimmten Fragestellungen abgeben, ihren eigenen Fortschritt dokumentieren oder jederzeit Prozesse, Rahmenbedingungen und ihre Zufriedenheit kommentieren und auch Ideen einbringen.

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

Wir sind weltweit einer der führenden Anbieter für agile und datengetriebene Führung.

 

Nora, vielen Dank für das Interview!

 

Und das ist Nora Heer:

Nora hat über zehn Jahre Erfahrung im Bereich Human Resources, hauptsächlich durch ihre Tätigkeit als Personalleiterin bei Project A Ventures in Berlin. Vorher war sie verantwortlich für die massive Expansion von 5 auf 940 Angestellte bei der Meltwater Group in Deutschland.

2014 gründete Nora Heer das HR-Tech Unternehmen Loopline Systems. Gemeinsam mit vielen mittelständischen und großen Unternehmen arbeitet Nora daran, die Feedbackkultur in Unternehmen zu verbessern und gleichzeitig als wesentliches Element der Unternehmensstrategie zu verankern.

Themen wie New Work, Digitalisierung von HR-Prozessen, aber auch Leadership treiben Nora nicht nur in ihren Projekten um, sondern auch als Kolumnistin für Handelsblatt, Bilanz und andere Publikationen.

Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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