7 Fragen an Moritz Hofmann von clockodo

7 Fragen an …

… weiter geht es mit meiner Interview-Serie mit StartUps aus der HR-Szene. Diesmal mit Moritz Hofmann von clockodo.

Wer ist clockodo und was machst Du da?

clockodo ist eine digitale Zeiterfassung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige. Das Tool nimmt die Arbeitszeiten der Mitarbeiter auf und gleichzeitig auch die Projektzeiten. Personaler sehen so alle Plus- und Minusstunden ihrer Angestellten. Aus denselben Daten lesen sie auch heraus, wie viel Zeit ein Projekt benötigt. Wir haben zusätzlich Anbindungen zu Faktura-Tools geschaffen, mit denen man die Zeiten direkt in eine Rechnungsanwendung übergeben kann.

Ich habe clockodo gemeinsam mit meinem Geschäftspartner entwickelt und wir teilen uns die Führung des Unternehmens, das immer weiterwächst.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Für unser damaliges Unternehmen, eine Web-Agentur, brauchten wir eine einfach zu bedienende Zeiterfassung, die zu modernen Arbeitsweisen passt. Wir wollten genau wissen, wie viel Zeit in welche unserer Kunden fließt. Da haben wir das Tool kurzerhand selbst gebaut.

clockodo stieß auf großes Interesse und so haben wir das Programm schnell auch anderen Unternehmen als Cloud-Software angeboten. Mit den Jahren sind immer neue Verbesserungen dazugekommen und mittlerweile konzentrieren wir uns zu 100 Prozent auf clockodo.

Wir möchten die Digitalisierung in kleinen Unternehmen vorantreiben, damit diese ihren Papierkram reduzieren können. Mit clockodo tragen wir einen wichtigen Teil dazu bei. Außerdem hilft unser Tool, wirklich alle abrechenbaren Stunden zu ermitteln und genaue Rechnungen zu erstellen. 

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegenwirken?

Für eine Zeiterfassung sind viele Unternehmen offen. Die digitalen Aufzeichnungen sind einfach bequemer als das unleserliche Zettelchaos, mit dem einige Personaler kämpfen. Wir bieten viele Vorteile: Die Anwendung von clockodo ist simpel und die Daten können schnell und übersichtlich ausgewertet werden. Die Digitalisierung macht vor keinem Unternehmen halt. Wir bieten eine Lösung, mit der Firmen an ihr teilnehmen können, und das sogar ganz einfach auf dem Smartphone.

Zusätzlich stellen unsere Kunden fest, dass plötzlich jede einzelne Minute ihrer Projektarbeit und Arbeitszeit abgerechnet werden kann. Das ersetzt keine Personaler, sondern gibt ihnen ein Programm an die Hand, das ihren Arbeitsalltag erleichtert. Natürlich bieten wir einen kostenlosen Support an, der unseren Kunden bei jeder Frage rund um clockodo zur Seite steht.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Als wir 2011 mit clockodo starteten, hatten Personalabteilungen insgesamt noch nicht viel Erfahrung mit Cloud-Software. Das Vertrauen musste erst über die Zeit hergestellt werden. Wir mussten beweisen, dass wir als junges Start-Up mit sensiblen Personaldaten vertrauensvoll umgehen können. Sowohl wir als auch die Personaler haben über die Jahre eine große Entwicklung durchgemacht und arbeiten nun Hand in Hand daran, die Digitalisierung voranzutreiben.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Wir freuen uns besonders über die Partnerschaften mit großen Buchhaltungslösungen! Die gemeinsame Arbeit und das gegenseitige Vertrauen haben für beide Seiten viele Vorteile und Möglichkeiten geschaffen. Unsere Kunden profitieren von dem Datenaustausch und können das papierlose Büro bei sich realisieren.

Das viele positive Feedback unserer Kunden zur Software und zur intuitiven Bedienung von clockodo ist ein tolles Lob! Immer wieder berichten unsere Nutzer, wie zufrieden sie sind. Einen schöneren Erfolg kann es eigentlich nicht geben. 

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

Jedes Unternehmen sollte sich Gedanken darüber machen, wie es die Digitalisierung für sich nutzt. Es gibt so viele Möglichkeiten, den Arbeitsalltag zu erleichtern und aussagekräftige Daten zu erhalten! Das elektronische Büro ist die Zukunft, auch in der Personalarbeit. Also: Nicht länger warten, sondern einfach ran wagen und ausprobieren!

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

… die erfolgreichste Zeiterfassung in Deutschland. Die Software ist aber auch auf Englisch und auf der ganzen Welt verfügbar. Wir entwickeln clockodo stetig weiter und binden immer neue Funktionen ein. Die Rückmeldungen unserer Kunden sind uns dabei eine große Hilfe. 

Moritz, vielen Dank für das Interview!


Und das ist Moritz Hofmann

Moritz Hofmann ist Geschäftsführer der clickbits GmbH. 2011 programmierten er und sein Geschäftspartner die Zeiterfassung clockodo. Seitdem hat sich auch das Team rund um den Diplom-Informatiker erweitert.

Im Alltag ist Moritz Hofmann verantwortlich für die Weiterentwicklung und das Marketing von clockodo, Partnerschaften mit anderen IT-Lösungen sowie für seine mittlerweile sieben Mitarbeiter. Auch bei der Personalführung setzt er das papierlose Büro um und sucht nach neuen Wegen, die Arbeit zu digitalisieren.

Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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