7 Fragen an Matthias Beckh von Freelance Junior

7 Fragen an …

… weiter geht es mit meiner Interview-Serie mit StartUps aus der HR-Szene. Diesmal mit Matthias Beckh von Freelance Junior.

Wer ist Freelance Junior und was machst Du da?

Unser Startup begleitet Studis bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit und bringt sie gleichzeitig mit Auftraggebern für erste Projekte zusammen. Während Studierende von erster Arbeitserfahrung profitieren, haben Unternehmen so die Möglichkeit, früh Talente zu entdecken.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Ursprünglich stammt die Geschäftsidee von Paul. Sein Studium hat er mit (fast) jedem Nebenjob, ob als Umzugshelfer oder im Osterhasenkostüm, finanziert. Erst gegen Ende seines Studiums ist er zufällig an ein Projekt gekommen, das besser bezahlt und auch nah an seines Studieninhalten war. Als er dann auch noch gefragt wurde, ob er nicht Kommilitonen hätte, die ebenfalls projektweise unterstützen könnten, war die Unternehmensidee Freelance Junior geboren.

Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, das Freelancertum in Deutschland weiter zu etablieren und jungen Leuten einen einfachen Einstieg (in Form von Wissensaustausch und passenden Projekten) in die Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegenwirken?

Natürlich hat die HR-Branche noch Nachholbedarf, aber es liegt an uns Startups diese zum Besseren zu verändern. Vielleicht bin ich gegenüber den angesprochenen Vorurteilen abgehärtet, da ich ursprünglich aus der Bankenbranche komme. Statt mit Vorurteilen kämpfen wir eher mit den rechtlichen und bürokratischen Hürden, die Personaler*innen mit dem Freelancertum verbinden. 

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Unsere Mission ist es, den Begriff „studentischer Freelancer“ sowohl bei Studis als auch Unternehmen zu etablieren. Hier musste speziell am Anfang Pionierarbeit geleistet werden. Gelungen ist uns dies durch Workshops an Unis, unseren Blog und Aufklärungsgesprächen mit Personalern.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Wir mussten uns öfter anhören, dass kein großes Unternehmen mit Freelance Junior bzw. mit einem studentischen Freelancer zusammenarbeiten wird. Als eines Tages ein internationaler Konzern auf uns zu kam, hat sich das wie ein Ritterschlag angefühlt.

In solch Momenten greifen wir gerne mal zu einem guten Gin (Achtung Schleichwerbung – auf Empfehlung unserer Hamburger-Startup-Kollegen Tastillery am liebsten den Niemand Gin), genießen das Erreichte und philosophieren über das Leben.

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

Jedes Unternehmen sollte sich mit den Wünschen und Bedürfnissen der neuen Generationen beschäftigen. Hierzu gibt es natürlich viele gute Studien, aber am besten kann dies direkt mit einem studentischen Freelancer geschehen 😉 .

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

… ein erfolgreiches Unternehmen, dass jeder Personaler und Studierende im deutschsprachigen Raum kennt.

Matthias, vielen Dank für das Interview!


Und das ist Matthias Beckh

Ich, Matthias Beckh, habe während meines Studiums die Liebe zu Startups entdeckt und in Berlin meine ersten Erfahrungen in der Startup-Branche gesammelt. Letztes Jahr habe ich meinen Vollzeit-Job gekündigt, um mit meinem Schulfreund Paul den Traum des eigenen Startups zu leben.

Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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