Emotionen im Management: verpönt – aber bitter vonnöten

Es ist ganz erstaunlich, wie cool und emotionslos Manager oft wirken wollen. Vor allem in Besprechungen zeigen Krawattenträger gern eine Maske aus Gleichgültigkeit und Indifferenz: ihr Pokerface. Okay, ein Pokerface mag beim Pokerspiel lebensnotwendig sein – und in schlechten Unternehmenskulturen wahrscheinlich auch.

Doch im zwischenmenschlichen Kontakt ist es tödlich, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Denn Emotionslosigkeit macht unberechenbar. In Leerräumen fehlender Klarheit helfen nur Annahmen weiter, man reimt sich die Dinge zusammen. So entstehen Mutmaßungen und Gerüchte mit manchmal verheerenden Folgen.

Menschen hoffen zwar immer auf das Beste, befürchten aber viel öfter das Schlimmste. Deshalb sind Pokerface-Manager auch Energieräuber. Sie nehmen allen in ihrem Umfeld die Kraft und zehren sie aus wie Vampire. So kommt es, dass in Pokerface-Unternehmen alles so blutleer wirkt. Weiterlesen

Was kostet Führung, Herr Winterkorn?

Gute Führung eigentlich gar nichts, sie ist praktisch umsonst zu haben. Man muss nur seine Mitarbeiter so behandeln, wie man selber behandelt werden möchte. Und das ist eigentlich bei uns allen ziemlich gleich: wir wollen als Person und Mensch ernst genommen und nicht als reine Nummer behandelt werden. Dazu gehört, dass man mit uns spricht, d.h. dass man uns sagt, was man von uns erwartet und auch uns um unsere Meinung fragt. Denn wir haben eine Menge Erfahrung und kennen unseren Arbeitsplatz und unsere Kunden i.d.R. besser als unsere Vorgesetzten, weil die ja weiter weg sind. Wir würden auch gerne Verbesserungsvorschläge machen, denn wir wollen auch, dass es unserem Unternehmen gut geht und wir Weltmarktführer werden. Weiterlesen

7 Fragen an Dr. Simon Werther von HRinstruments

In meinem Blog schreibe ich über Themen, die in der Personalwirtschaft gerade aktuell sind und die gesamte Personalarbeit betreffen. Gerade in der letzten Zeit sind eine Vielzahl von HR-StartUp’s entstanden, das hat auch im September 2015 die Messe „Zukunft Personal“ mit einem eigenen StartUp-Village gewürdigt. Hier entsteht aus meiner Sicht eine spannende neue Generation an Dienstleistern mit frischen Ideen für die Personalarbeit.

HR-INSTRUMENTS-logo-01 Kopie 250 pixelIch möchte gerne meinen Lesern in einer Beitragsserie in den kommenden Wochen und Monaten verschiedene HR StartUps aus allen Bereichen der Personalwirtschaft im Rahmen eines Interviews vorstellen und den Start-ups die Gelegenheit geben, sich meinen Lesern zu präsentieren. Heute mein erstes Interview mit Dr. Simon Werther von HRinstruments: Weiterlesen

Der Mitarbeiter, das unbekannte Wesen

Unternehmen tun heute eine ganze Menge für ihre Mitarbeiter: Firmen-Events, Sportangebote, Gratifikationen, vielleicht sogar tägliches Mittagessen für lau. Erschreckenderweise sind Motivation und Engagement trotzdem auf einem verhältnismäßig tiefen Level – so das Ergebnis der aktuellen Engagement-Index-Studie. Woran das liegt, mag sich nun manch Personaler fragen. Und vielleicht steckt in dieser Frage schon die Antwort. Es könnte sich lohnen, die Mitarbeiter selbst zu Wort kommen zu lassen. Und damit ganz nebenbei eine neue Dialogkultur zu etablieren, die alles verändert. Weiterlesen

Vom Marketing lernen – Das Touchpoint Management und die Employee Journey

Immer dringlicher wird eine Führungskultur, die zu unserer neuen Arbeitswelt passt. Dazu müssen Personaler auch über den Tellerrand schauen. Vom Marketing kann man hierbei eine ganze Menge lernen.

Das Touchpoint Management ist im Marketing schon seit Jahren bekannt. Und auch die „Customer Journey“, die Reise des Kunden durch das Unternehmen, wird dort schon länger betrachtet. Beide Methoden lassen sich auch auf die Mitarbeiterführung gut übertragen. Weiterlesen