7 Fragen an Philipp Schuch von QPM

HRinstruments, metruZΛLVUS und HRForecastTandemploy waren bis jetzt schon QPM_Logo_Standarddabei. Heute darf ich Philipp Schuch von QPM Quality Personnel Management vorstellen. Auch er hat sich meinen 7 Fragen gestellt.

Wer ist die QPM Quality Personnel Management GmbH und was machst Du da?

gradar_logoDie QPM GmbH ist ein HR-Tech-Startup aus Düsseldorf. Unser Kernprodukt ist gradar – the job evaluation engine, ein modernes, webbasiertes analytisches Stellenbewertungstool.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Unsere Idee entstand vor ca. 4 Jahren aus unserer Praxiserfahrung heraus: bisherige Job Grading Systeme auf dem Markt sind teuer, behäbig und basieren teilweise auf Methoden aus den 50er Jahren. Wir stellten uns die Frage, warum nicht ein eigenes, zeitgemäßes Stellenbewertungstool entwickeln, das von Unternehmen und unabhängigen Beratern verwendet werden kann – ohne teure Beratertage zusätzlich vom Hersteller einkaufen zu müssen. Wir haben uns also bei der Entwicklung unseres Funktionsbewertungssystems gradar vom Gedanken des Empowerments leiten lassen, um den Zugang möglichst niederschwellig zu gestalten.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegenwirken?

Wir glauben an die Personaler*innen weltweit und daran, dass sie den Prozess der Stellenbewertung, des Job Matchings sowie des Vergütungsmanagements selbst in die Hand nehmen können. gradar lässt sich leicht und intuitiv bedienen, sprich: die Hürde ist nicht besonders groß, um unser System zur Positionsbewertung nachhaltig einzusetzen.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Wir konkurrieren mit großen namhaften Beratungen, die ihre Produkte seit 30 Jahren und länger anbieten. Unsere Zielgruppe in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr, weil Stellenbewertung zunehmend genutzt wird, um Laufbahnmodelle zu entwickeln und Vergütungsstrukturen einzuführen, die Equal Opportunities und Equal Pay unterstützen. Wir setzen daher auf eine gezielte Marketingstrategie und unser wachsendes Partnernetzwerk, vor allem im Ausland.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Wir haben schon viele sehr positive Rückmeldungen bekommen insbesondere im Hinblick auf die Funktionen, wie etwa den Quervergleich, die uns in der Entwicklung von gradar besonders wichtig waren. Das motiviert und bestätigt uns, da wir sehen, dass unsere Anwender die Methodik hinter gradar nicht nur zur Stellenbewertung sondern auch zur Stellenanalyse und Organisationsentwicklung nutzen.

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

  1. Mehr Aufmerksamkeit für die langweiligen, aber wichtigen Dinge aufbringen.
  2. Erst die wahren Probleme identifizieren und dann nach Lösungen suchen. Nicht Modeerscheinungen hinterherlaufen und implementieren ohne Nutzen zu stiften.
  3. Für und wider verschiedener Lösungen abwägen sowie Kosten und Nutzen anhand von Literatur und Forschung sowie eigener Erfahrung bewerten.
  4. In HR-IT investieren, um auch grundlegende Informationen sammeln, anreichern und auswerten zu können.
  5. Mehr gesunde Skepsis aufbringen und den eigenen BS-Detektor anwerfen, um die Botschaften von HR Gurus sowie leere Marketing-Versprechen zu hinterfragen.
  6. Nicht mehr an Aufzähllisten mit klugen Tipps glauben. 😉

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

In einigen Jahren werden wir als hochprofessioneller und günstiger Anbieter einer Suite von Werkzeugen für Stellenbewertung und Vergütungsmanagement international bekannt und geschätzt sein.

Und das ist Philipp Schuch

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Mein Name ist Philipp Schuch und ich bin der Ideengeber hinter gradar. Darüber hinaus habe ich die Gründung des Unternehmens finanziert und führe die Geschäfte. Da ich parallel als Senior Manager Compensation & Benefits in Teilzeit bei einem großen Dienstleistungsunternehmen arbeite, übe ich mich in der Kunst des Loslassens und überlasse das operative Geschäft meinen Mitgründer*innen.

 

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Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

2 Gedanken zu „7 Fragen an Philipp Schuch von QPM

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