Frech, faul, fordernd – die Generation Y | Fakt ist…! | MDR

Gestern Abend war es nun so weit – die Talkrunde beim MDR mit Steffi Burkhart, erfolgreiche Bloggerin der Generation Y, Prof. Dr. med. Christian Schmidt, Vorstandsvorsitzender Universitätsmedizin Rostock und mir ist gelaufen. Wer die Sendung live nicht sehen konnte, aber Interesse daran hat, hier das Video …

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Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

2 Gedanken zu „Frech, faul, fordernd – die Generation Y | Fakt ist…! | MDR

  1. In der Diskussion über die Generation Y kann man gerne mal den Faden verlieren. Alles was hier gesagt wurde war für sich logisch und richtig. Da gab es in meiner Wahrnehmung keine echte Kontroverse.

    Gerne nimmt man für sich als Mitarbeiter (gemeint ist im Folgenden immer beiderlei Geschlecht) in Anspruch etwas Besonderes zu sein und dass es dadurch gerechtfertigt ist, eine Sonderbehandlung einzufordern. Aber Laissez-faire wurde nicht von der Generation Y erfunden. Letztendlich überleben doch nur die Unternehmen, die unterm Strich auch profitabel sind. Eine Führungskultur durch Mitarbeitermotivation (Cafeteriamodell) muß bezahlbar sein und darf keine Neiddebatte hervorrufen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Unsere Vertriebsmeetings auf Mallorca verursachten zwar zu der Jahreszeit die niedrigsten Hotelkosten, und die Flüge dorthin waren auch billiger als entsprechende Inlandsflüge, aber es gab trotzdem die Missgunst einiger Kollegen (beiderlei Geschlechts).

    Widersprechen möchte ich der These, dass die Führungskraft auch gleichzeitig der Fachspezialist sein muss. Als Manager sollte man doch das Ganze im Blick haben und da kann es durchaus vorkommen, dass die Mitarbeiter mehr Fach know-how besitzen als der Vorgesetzte. Ich hatte mal einen Chef (der Name wird hier nicht erwähnt), der hatte von unserem Branchenfokus keine Ahnung, jedoch konnte er fördern und fordern und zum richtigen Zeitpunkt auch die notwendigen Entscheidungen treffen.

    Auch nicht jeder Fachspezialist hat das Zeug zur Führungskraft. Führungsverantwortung kann auch überfordern und demotivieren. Aber das ist ja nichts neues. Respekt und Anerkennung kann man auch als Mitarbeiter erfahren.

    Immerhin gibt es doch unterschiedliche Bedarfe an Führung. Ein guter Manager sollte mehrere Führungsstile für unterschiedliche Situationen, als auch für unterschiedliche Mitarbeiterpersönlichkeiten beherrschen. Nicht jeder und jede möchte an der langen Leine geführt werden. Hier bedarf es klarer und konkreter Ansagen. Andere jedoch brauchen ihren kreativen Freiraum. Da sind wir doch sehr unterschiedlich. Das hat aber sicher nichts mit dem Alter und der Generation Y zu tun.

    Auch die Mitarbeiter /-innen der Generation Y sollten nach den Parametern „Können“ und „Wollen“ von ihren Führungskräften beurteilt werden:

    Wo „Können“ und „Wollen“ zusammentreffen ist es doch am schönsten aber nicht am leichtesten. Die Fähigkeiten richtig einsetzen und die Motivation aufrecht zu erhalten ist wichtig für die Mitarbeiterbindung. Doch Vorsicht vor Übermotivation, ich habe leider schon viele fähige Kolleg-en /-innen mit Burnout erleben müssen.

    Die Kombination „Können“ ja und „Wollen“ nein, fordert auch die richtige Führungseinstellung um die entsprechende Motivationssteigerung hervorzurufen.

    Es gibt da aber auch Situationen, da fehlt es am „Können“, aber das „Wollen“ ist vorhanden. Hier weiß die Führungskraft entsprechend Weiterbildung und Wissensvermittlung zu organisieren.

    Unschön wird es nur bei der ungünstigen Kombination von nicht „Können“ und nicht „Wollen“. Dafür findet die Führungskraft bestimmt eine interne oder externe Alternative.

    Am Ende der Sendung verweist das Ergebnis der Zuschauerbefragung doch noch auf die These von Thomas Eggert, dass letztendlich Geld der größte Motivator im Unternehmen ist.

    In diesem Sinne, alles Gute!

    Maris Gilbergs

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