7 Fragen an Steffen Manes von mobileJob.com

7 Fragen an …
… damit stelle ich StartUps aus der HR-Branche vor. Bisher waren folgende StartUps bereit, hier mitzumachen:

Heute darf ich Steffen Manes von mobileJob.com vorstellen. Auch er hat sich meinen 7 Fragen gestellt.

Wer ist mobileJob.com und was machst Du da?

mobileJob.com ist die einzig wirklich funktionierende Recruiting-Lösung für den gewerblichen Arbeitsmarkt. Und wir sind die erste Lösung, die den Bewerbungsprozess komplett im mobilen Web abbildet.

Unsere Methodik kurz erklärt: Wie der Unternehmensname bereits vermuten lässt, bringt mobileJob.com den Bewerbungs- und Einstellungsprozess komplett auf mobile Endgeräte, vom verstaubten aber immer noch funktionstüchtigen Nokia-Handy über das Smartphone bis hin zum Tablet. Nach der Veröffentlichung über zielgenau zusammengestellte Social Media Kanäle bilden wir den kompletten Bewerbungsprozess inklusive Expressbewerbung und erstem persönlichen Kontakt über mobile Endgeräte ab. Das ist ein echter Meilenstein in der Mitarbeitersuche von Arbeitgebern. Anstelle klassischer Anschreiben oder Lebensläufe bewerben sich Kandidaten per Kurznachricht über das mobile Internet bei ausschreibenden Arbeitgebern. Und das aus Arbeitgeber-Sicht mit großem Erfolg, denn gemäß ihrer Rückmeldungen, sind sie mit unserer Methode deutlich erfolgreicher als etwa mit der klassischen Ausschreibung. Während sich also alle anderen konventionellen Anbieter noch über die mobile Jobsuche über ihre App freuen, haben wir den mobilen Bewerbungsprozess bereits von A bis Z realisiert. Der funktioniert auf Desktop PC´s, Smartphones, Tablets und sogar auf dem guten alten Tasten-Handy.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Unser ursprünglicher Plan war es zunächst, eine weitere Lösung für den akademischen Arbeitsmarkt zu bauen. Allerdings haben wir dabei schnell gemerkt, dass bei konventionellen Lösungen, wie dem Bau einer weiteren klassischen Jobbörse, gut zwei Drittel der Kandidaten links liegen gelassen werden. Also haben wir versucht, in neuen Dimensionen zu denken und dabei schnell herausgefunden, dass der gewerbliche Arbeitsmarkt nahezu komplett ignoriert wird. Es gibt mehrere Hundert Online-Jobbörsen in Deutschland, aber keine davon durchdringt den gewerblichen Bereich. Da lag also die Nische, die wir gesucht hatten.

In unserer Zielgruppenanalyse haben wir zudem gesehen: Sowohl Arbeitgeber als auch Kandidaten auf dem gewerblichen Arbeitsmarkt sind bereit, völlig neue Wege in der Mitarbeiter- beziehungsweise Jobsuche zu gehen. Da haben wir angesetzt und erkannt, dass dieser Weg nur mobil sein kann.

Angefangen haben wir mit einem kleinen Team, in dem wir Nächte lang in unserem kleinen Büro gesessen und Bewerber-SMS getippt haben, um so herauszufinden, welcher Weg und welche Ansprache letztlich Arbeitgeber und Arbeitnehmer am besten zusammen bringt.

Das war letzten Endes so erfolgreich, dass schon bald die erste Finanzierungsrunde anstand. Der Zuspruch der Investoren hat uns gezeigt: Wir sind auf dem goldrichtigen Weg, etwas Großes zu entwickeln. Nun sitzen wir bereits mit 25 Mitarbeitern in unserem Berliner Büro und haben genau den Nerv der Arbeitgeber und Jobsucher getroffen– zugegebenermaßen ein ziemlich gutes Gefühl, aus dem wir auch unser Ziel ableiten. Wir wollen die Standard Recruiting-Lösung für den gewerblichen Arbeitsmarkt werden, in spätestens zwei Jahren.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegenwirken?

Ach – wir haben festgestellt, dass es mittlerweile auch in den Personalabteilungen Leute gibt, die den digitalen Transformationsprozess längst verinnerlicht haben. Der Eingang von Bewerbungen und die Einstellung von Mitarbeitern werden zunehmend gemessen und die dabei ermittelten Daten einander gegenüber gestellt. Der Trend geht klar weg vom „Post-and-Pray“-Prinzip der konventionellen Jobbörsen wie StepStone, Monster oder anderen Anbietern. Recruiter wollen sehen, was sie für ihr Geld bekommen.

Wir erleben in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden täglich den Willen und auch den Mut, neue Wege zu gehen. Am Ende bleibt den Unternehmen auch gar nichts anderes übrig, wenn sie die richtigen Kandidaten zu dem Zeitpunkt finden möchten, zu dem sie diese benötigen. Also: Wir reihen uns hier nicht ein in die Reihe der Leute, die „Personaler-Bashing“ betreiben. So lange es Recruiting-Lösungen wie mobileJob.com gibt, muss sich niemand um die Innovationskraft der Branche zu sorgen.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Wir mussten erst einmal verstehen, dass der gewerbliche Arbeitsmarkt einfach komplett anders tickt als der akademische, in dem sich allerdings sämtliche vermeintlichen Wettbewerber tummeln. Wir mussten also alles, was im Online-Recruiting bisher so ausprobiert wurde, erst einmal aus unseren Köpfen streichen und dann komplett neu denken.

In diesem Prozess haben wir bemerkt, wie sehr das ganze Denken im Rahmen des Recruiting-Prozesses am Ende doch von den StepStones und Monsters des Marktes beeinflusst ist. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es in der Branche nicht wirklich voran geht.

Es ist uns dann gelungen, unsere Gedanken in neue Bahnen zu lenken und am Ende einen Prozess zu entwickeln, der die Mitarbeitersuche und die Bewerbung, wie wir sie bisher kannten, tatsächlich revolutioniert.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Unseren größten Erfolg erleben wir jede Woche, wenn wir wieder einen Kunden so bedienen konnten, wie wir das im Verkaufsgespräch versprochen haben. Natürlich haben manche Personaler hier und da Bedenken, ob unsere Methode wirklich funktioniert. Das teils sehr euphorische Feedback, wenn Kunden erkennen, dass sie mit uns richtig liegen, weil die Anzahl der Bewerbungen und die daraus resultierenden Einstellungen so hoch sind, ist für uns jedes Mal ein echter Erfolg. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn wir Menschen zu einem neuen Job und damit zu einer neuen Herausforderung verhelfen. Auch hier erhalten wir – meist mobil – großartige Rückmeldungen von Kandidaten, die sich darauf freuen dank uns beruflich durchzustarten. Ehrlich: In solchen Momenten weiß man, wofür man jeden Tag arbeitet.

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

Wir haben in der Personalarbeit bereits etwas sehr nachhaltig verändert, indem wir eine funktionierende Lösung geschaffen haben, die beweist: Der komplette Bewerbungsprozess kann mobil ablaufen und die „Time-to-hire“so um bis zu dem zehnfachen beschleunigt werden. Das ist eine einschneidende Veränderung der Personalarbeit auf die wir zugegeben auch ein bisschen stolz sind.

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

…die Standard-Lösung für die Mitarbeitersuche im gewerblichen Arbeitsmarkt.

Steffen, vielen Dank für das Interview!

 

Und das ist Steffen Manes von mobileJob

Steffen_CMYK_BW_web

Steffen Manes ist gemeinsam mit Kai Daniels Gründer und Geschäftsführer von mobileJob.com, einem mehrfach ausgezeichneten Startup, das Social Media Rekrutierung mit einen komplett mobilen Bewerbungsprozess verbindet. Betätigungsfeld von mobileJob.com ist der gewerbliche Arbeitsmarkt, der von konventionellen Anbietern im Recruiting-Markt bisher sehr zurückhaltend bedient wird. Nach vorherigen Stationen im Investment Banking und Venture Capital Bereich etablierte Steffen Manes gemeinsam mit seinem Partner Kai Daniels mobileJob.com in Berlin – mit Erfolg, wie mittlerweile 25 Mitarbeiter sowie mehr als 350 Kunden beweisen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in HR-StartUp, Recruiting und verschlagwortet mit , , , von Thomas Eggert. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

2 Gedanken zu „7 Fragen an Steffen Manes von mobileJob.com

  1. Pingback: 7 Fragen an David Hoeffler und Martin Müller von PulseShift - noch ein HR-Blognoch ein HR-Blog

  2. Pingback: 7 Fragen an Julian Schulz von Personio - noch ein HR-Blognoch ein HR-Blog

Kommentar verfassen