7 Fragen an Masoud Payinda von metru

Mein erstes Interview mit Dr. Simon Werther von HRinstruments ist auf großes Interesse gestossen – heute freue ich mich, dass Masoud Payinda von metru, den ich persönlich nun schon seit vielen Jahren kenne und schätze, meine Fragen beantwortet hat und somit sein HR-StartUp metru vorstellt:

Wer ist metru und was machst Du da?

logoMetru ist ein Portal, auf dem sich Bewerber im Sinne des Selfmarketings mit einem neuartigen und authentischen Videoprofil ganzheitlich präsentieren können. Die Generation Y, die Youtube- und Facebook-Generation, ist gelangweilt von der klassischen Bewerbung. Metru hat das erkannt und zeigt den Menschen hinter der Bewerbung, hinter den Zeugnissen und Lebensläufen. Diese neue Form der Bewerbung wird auch das Recruiting verändern und die Zukunft der HR-Branche prägen. Für Personaler löst sich nämlich ein zentrales Problem bei der Suche nach dem passenden Bewerber, Stichwort: „Persönlichkeit“. Wer passt zur  unserem Unternehmen und wer nicht? Mit metru wird diese Frage einfacher zu beantworten sein und das bereits vor dem persönlichen Treffen. Das spart Zeit, Geld und Nerven.

IMG_2747Und zur zweiten Frage: Ich habe metru ins Leben gerufen und möchte vor allem dafür sorgen, dass die Videoproduktion professionell umgesetzt wird. Das bedeutet: Die Bewerber zu zeigen, wie sie wirklich sind, ganz authentisch, ohne Verzerrung, ohne Schauspielerei oder ähnliches. Nur so kann metru für beide Seiten – Bewerber und Personaler – einen großen Mehrwert darstellen.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

Als Anbieter für Recruitingfilme sind wir durch die Kooperation mit der spring GmbH an viele Personaler herangetreten und konnten uns zunehmend mit den Problemen der HR-Branche beschäftigen. Recruiting ist heute eine große Herausforderung. Dabei spielt die Persönlichkeit des Menschen eine wichtige Rolle. Sie lässt sich kaum durch das Schriftliche in der Bewerbung transportieren. Aber durch ein Video, das die ganze Körpersprache zeigt, Gestik, Mimik, Stimme! Wir Menschen kommunizieren viel mehr mit unserem Körper als allein mit Worten – das ist auch wissenschaftlich belegt. Und da ist uns sprichwörtlich ein Licht aufgegangen. Wenn Menschen sich durch authentische Videos präsentieren und sowohl Ihre Persönlichkeit als auch Ihre Kompetenz vermitteln könnten, würden sie ihre Jobchancen erhöhen. Gleichzeitig erhalten Personaler bereits vor dem persönlichen Bewerbungsgespräch ein ganzheitlicheres Bild und können so viel besser entscheiden, ob der Bewerber zur eigenen Unternehmenskultur „passt“ oder auch nicht. Das würde die Bewerbungsart und das Recruiting revolutionieren.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher Technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegen wirken?

Wenn ein tatsächliches Recruiting-Problem gelöst und den Personalern die Entscheidungsfindung erleichtert wird, wenn Geld und Zeit eingespart werden können, dann wird es trotz aller Barrieren in den Unternehmen umgesetzt.  Personaler reagieren durchweg sehr positiv auf metru und warten darauf, bis es losgeht – wahrscheinlich, weil sie das riesige Potential erkennen. Im Youtube-Zeitalter ist das Format „Video“ zu einer Selbstverständlichkeit geworden, das zeigen ja auch Image- und Recruitingfilme. Die Unternehmen nutzen bereits soziale Netzwerke, um Talente zu finden. Die Digitalisierungswelle hat fast alle mitgerissen. Das zeigt irgendwo, dass wenn Personaler vom Mehrwert überzeugt werden, sie nichts gegen eine Innovation haben. Und wir sind sicher, dass metru eine Innovation ist, die genau zum richtigen Zeitpunkt kommt.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Wir haben vermutet, dass wir bei den Personalern auf Begeisterung stoßen werden. Das hat sich auch bewahrheitet. Die Bewerber zu überzeugen, das war eine Herausforderung. Denn wir wollten nicht, dass die Leute denken „Ah, die machen Bewerbungsvideos“, denn unsere Idee ist viel größer. Sowohl in der professionellen Machart, als auch im Hinblick auf das Portal. Der Bewerber kann von Unternehmen kontaktiert werden, ohne dass er sich die Mühe um eine direkte Bewerbung gemacht hat. In dieser Form ist das bislang noch nie möglich gewesen.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

Gleich beim ersten Gespräch mit Investoren haben wir eine Zusage bekommen. Und es gibt noch neun weitere Investoren auf unserer Liste 😉

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

Diese Frage war der Antrieb für metru. Die Idee ist aufgrund des veralteten Bewerbungs- und Recruitingprozesses entstanden. Es ist immer bequem, das Alte einfach weiterzuführen, aber ist es wirklich sinnvoll und zielführend? Wir haben mittlerweile die technischen Möglichkeiten, um die Bewerbung viel aussagekräftiger zu gestalten. Und wir haben eine Generation Y, die nur darauf wartet und Personaler, die viel Geld ausgeben und trotzdem häufig unzufrieden sind. Mithilfe von metru können Personaler bereits frühzeitig präziser filtern und Talente ausfindig machen, auf die man sonst nicht aufmerksam geworden wäre.

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren seid Ihr …

Ich denke, dass metru sich sehr schnell verbreiten wird und auch die Unternehmen diese neue Bewerbungsform von den Bewerbern einfordern werden, damit sie eben besser entscheiden können. In zwei Jahren werden wir hoffentlich in allen größeren Städten unsere Studios haben, auch in der Schweiz und Österreich. Und mithilfe der metru-App werden auch international die Tore geöffnet und damit weltweit sowohl eine metru-Bewerbung, als auch das Recruiting ermöglicht.

Masoud, vielen Dank für das Interview!

 

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Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

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