7 Fragen an Florian Burchett-Scherfig von ZΛLVUS

Nach den Interviews mit Masoud Payinda von metru und Dr. Simon Werther von HRinstruments hat sich heute Florian Burchett-Scherfig, Gründer und CEO von ZΛLVUS meinen Fragen gestellt.

Wer ist ZΛLVUS und was machst Du da?

zalvus_presskit_logoZΛLVUS schafft einen neuen Bewerbungsstandard mit Software-as-a-Service Cloud-Produkten. Wir haben das erste Karriere-Tool für Bewerber entwickelt, welches Kandidaten in jedem Bewerbungsschritt bis zum Jobinterview begleitet. Sie können Bewerbungen erstellen, versenden, verfolgen und mit Unternehmen kommunizieren. ZΛLVUS ermöglicht erstmals unabhängiges Bewerben bei JEDEM Unternehmen. ZΛLVUS ist für alle Erwerbstätigen relevant, anfänglich fokussieren wir uns aber auf Studenten und Young Professionals. Unternehmen ermöglichen wir den Zugang zu unserem Kandidatenpool mittels Active- Sourcing und einer Branding Page.

Wie ist denn Eure Unternehmensidee entstanden und was wollt Ihr mit Eurer Firma erreichen?

  • Der erste Denkanstoß erfolgte vor ca. 1,5 Jahren im Austausch mit dem Geschäftsführer einer Executive Search Firma
  • Matilda (Geschäftsführerin) hat in ihrer Tätigkeit als Personalvermittlerin / -beraterin diverse Lücken im Bewerbungs- und Personalbesetungsprozess erkannt
  • Wir sind vier junge Gründer, relativ frisch aus der Uni – jeder weiß, dass der Bewerbungsprozess auf Grund der fragmentierten Joblandschaft, der unzähligen Kanäle und einer fehlenden Standardisierung zu komplex und dadurch frustrierend ist – da musste eine Lösung her!

Indem ZΛLVUS das Bewerben bei jedem Unternehmen ermöglicht und erstmalig Transparenz schafft, möchten wir Bewerbern ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren (passe ich zu dem Unternehmen? Was schreibe ich in mein Anschreiben?), während wir ihm den Organisations- und verwaltungsaufwand abnehmen.

Personaler gelten als nicht sehr innovativ und eher Technikfeindlich, vor allem wenn es um die eigene Rolle geht. Warum gerade diese Branche und wie habt Ihr dieses Vorurteil bisher erlebt bzw. wie wollt Ihr dem entgegen wirken?

Die HR Branche deshalb, da Kandidaten nach wie vor diverse Pain-Points verspüren und die Joblandschaft intransparent, fragmentiert und frustrierend ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Jobsuche, aber beim Bewerbungsprozess werden sie allein gelassen. Wir hätten uns so ein Tool nach unseren Abschlüssen sehr gewünscht, nun haben wir es selbst entwickelt. Wir ersetzen die Rolle von Personalern nicht, sondern helfen ihnen, indem unsere Profile eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten.

„Post and pray is so yesterday!“ Das Inserieren ist eigentlich eine Notlösung, wenn Unternehmen eine Stelle langfristig nicht besetzen können, ansonsten sind Unternehmen stets auf der Suche nach neue Kandidatenpools und der Trend geht zur Direktansprache, gerade bei Unternehmen, die es schwer haben sich gegen Branchenführer auf Jobbörsen durchzusetzen.

Die Qualität der Direktansprache unterscheidet sich massiv von Kandidaten, die sich über Bewerbermanagement-Systeme oder Stellenausschreibungen bewerben. Unternehmen suchen stetig nach gutem Personal und freuen sich immer über Initiativbewerbungen.

Manche Unternehmen (insbesondere größere) wünschen eine Schnittstelle zu bestehenden Bewerbermanagementsystemen, damit unsere Daten bei ihnen eingepflegt werden. Das ist technisch kein Problem.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang und wie seid Ihr damit umgegangen?

Eine Schwierigkeit, die jeder im HR entgegen schauen muss ist das Henne-Ei Problem. Wir lösen dies, durch den Fokus auf Kandidaten. Ein unabhängiges Tool, das Kandidaten beim Bewerbungsprozess unterstützt und Bewerben bei JEDEM Unternehmen ermöglicht ist ein Novum. Die meisten Bewerbungen werden sowieso durch private Kontakte, Empfehlungen oder ein persönliches Kennenlernen generiert.

Welches war bisher Euer größter Erfolg und wie habt Ihr diesen gefeiert?

  • zalvus_presskit_team_hohenzollerplatzWir freuen uns über jeden neuen Bewerber und schauen immer nach vorn, es gibt noch viel zu tun
  • Stolz sind wir auf unser Team, unsere Beta-Tester und unsere Consultants – ZΛLVUS verbindet Know-How aus allen Bereichen und unsere Produkte sollen gemeinsam mit den Usern und Kunden entwickelt werden
  • Nach einem Release oder Update sind wir als Team gemeinsam auf der Suche nach dem besten Burger Münchens

Was würdest Du in der Personalarbeit sofort ändern und warum?

  • Die Schnelligkeit der Entscheidungswege, damit Kandidaten schneller Feedback erhalten.
  • Eine Anpassung der Prozesse auf die Gen-Y/Z im Zuge der Digitalisierung ist dringend notwendig. Es gibt viele innovative Unternehmen, die mit gutem Beispiel voran gehen.

Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren …

In 2 Jahren sind wir ein neuer Bewerbungsstandard und haben den Lebenslauf ersetzt: Wer an Bewerbungen denkt, denkt an ZΛLVUS.

Florian, vielen Dank für das Interview!

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Über Thomas Eggert

Schon seit fast 30 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Personalarbeit, ob zuerst als Personalmanager oder später als Partner der Personalmanager. Meine Themen sind vor allem das operative Personalmanagement, das neben den Themen wie Recruiting oder Personalentwicklung die Basis des Personalgeschäfts absichert und weiterhin die Effizienz in modernen Personalabteilungen. Ich bin heute Geschäftsführer bei der BEGIS GmbH und SiiWii GmbH und in den verschiedensten Gremien, unter anderem als Beirat der Messe Zukunft Personal tätig.

4 Gedanken zu „7 Fragen an Florian Burchett-Scherfig von ZΛLVUS

  1. Eigentlich ein schöens Konzept und schön, dass du es vorstellst Thomas! Aber, Florian:

    „Lass uns zum Abschluss mal in die Zukunft schauen. In 2 Jahren …

    In 2 Jahren sind wir ein neuer Bewerbungsstandard und haben den Lebenslauf ersetzt: Wer an Bewerbungen denkt, denkt an ZΛLVUS.“

    Ambition ist schön, Ziele sind toll, alles kein Ding… Ich glaube du hast das sogar mit einem Lächeln gesagt, kommt aber geschrieben nicht wirklich sympathsich rüber… Just my 2 cents.

    LG
    Stefan

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